Helmut

Angefangen hat Helmut als Saxophonist. Er hat das Saxophonspielen als “Spätberufener” irgendwann sogar noch ganz „offiziell“ studiert – nachdem er vorher schon viele Jahre in zahlreichen Clubs spielte, im Fernsehen auftrat und im europäischen Raum auf Tourneen unterwegs war, unter anderem mit Al Porcino, Johnny Logan und der Glenn Miller Band. Er behauptet, dass er in diesen frühen Jahren an der “Front” eigentlich schon alles Wichtige gelernt hat. “Durch die Clubs ziehen, für Essen und Trinken (!) spielen, später auch davon zu leben, das ist die wahre Schule.”

 

Aber es gab da noch eine zweite Leidenschaft: das Singen. Auslöser war der Film “Der große Caruso” mit Mario Lanza in der Titelrolle. Helmut sah den Film mit neun Jahren und trieb von da an seine Mutter an den Rand des Wahnsinns, weil er alle greifbaren Küchenutensilien zu irgend welchen Waffen zweckentfremdete, um von nun an singend die Helden der Opern zu mimen. Konsequenterweise hat Helmut später dann auch eine klassische Gesangsausbildung absolviert. Er gab Liederabende - vor allem die Romantiker wie Franz Schubert oder Robert Schumann hatten es ihm angetan. Später spielte er auch mit dem Gedanken, einen Weg als Opernsänger einzuschlagen. Und doch hat es ihn bei aller Liebe zur Klassik immer wieder zur "anderen Musik" hingezogen.

 

Und um das Ganze abzukürzen: Irgendwann entschied sich Helmut dann doch für die "andere Musik" und seine Leidenschaft für das Singen lebt er nun mit den real voices in vollen Zügen aus.

 

Sieht man einmal von seiner Neigung zum arbeitstechnischen Chaos ab, ist Helmut gewissermaßen "Herz und Motor" der real voices. Seine Erfahrungen als Saxophonist, aber auch als Komponist – unter anderem ein Jugendmusical, das beim Theaterfestival in Edinburgh aufgeführt wurde – fließen in die Band ein. Er schreibt nicht nur die zum Teil mörderischen Arrangements für die Truppe, er nervt auch bei den Proben immer wieder einmal mit seinen „Nein-so-nicht-Sprüchen". Doch ernsthaft: "Es macht unerhörten Spaß, mit den real voices arbeiten zu dürfen ..."